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dschoene

The fat hippo chronicles - week 1

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Mahlzeit, liebe Kinder

Nachdem sich die Stammschinderschaft im Pitstop ja schon köstlichst über des dicken Nilpferdes neues Hobby ausließ, hier mal einige Hintergründe zu meiner Entscheidung, unter die Kampf-Wanderer zu gehen.

Vor sechs Jahren, da war der Onkel noch schlank und hübsch und heute ist er nicht einmal mehr 'und'. Im Januar 2006 gab's die Diagnose - Burnout und schwere Depressionen. Resultat war ein viermonatiger Aufenthalt im Spital und nachfolgende Medikation mit Mirtazapin. Eine der unangenehmsten Nebenwirkungen selbigen Teufelszeugs ist starke Appetitverstärkung und rapide Gewichtszunahme, was dazu führte, daß der Wolf innerhalb eines Jahres zum Hippo wurde - von 66kg im Januar 2006 auf ca. 110kg im März 2007. Bisher konnte ich mich nie aufraffen, etwas zu tun, diesen Zustand wieder zu umzukehren, wobei mein per Definition streßiger Lebenswandel als Freiberufler (sprich: Halbnomade) sicher keine Hilfe war.
Auch meine ausgeprägte Vorliebe für's gepflegte Feierabend-Bierchen mag da eine Rolle spielen. Zwar macht das Bier selbst nicht wirklich dick - mit 42 kcal pro Molle schlägt 'n Erdbeerdrops wahrscheinlich übler zu Buche - aber nach ein paar Bierchen kriegt man halt immer Hunger auf totes Tier und sind dann halt ein paar Kaloriens mehr drin.

Der Wendepunkt kam vor 9 Tagen, als ich auf dem Weg nach Lenzkirch feststellte, daß der Beckenriemen meines guten alten Bayer-Rucksacks (war Teil der Startausstattung, als ich dort 2010 im Projekt war) nicht mehr um meine enorme Taille passt, selbst, wenn ich ihn auf maximale Länge verstell. Das war dann auch für den sonst sehr gelassenen dicken Nilpferd zu viel.

Wenn man denn schonmal in einem Projekt landet, daß mitten in einem Urlaubsgebiet im Hochschwarzwald stattfindet, dann sollte man das auch ausnutzen, sprach der vertikal herausgeforderte Hippopotamus und tat's tun.

Seit nurmehr 9 Tagen zieh ich ein ziemlich hartes Programm durch, daß zwar kurzfristig zu einem Verlust von 5kg führte, wobei ich aber befürchte, daß entweder davon wieder etwas zurückkommt, denn ich war wohl etwas knauserig bei der Nahrungsaufnahme in der letzten Woche. In Ermanglung eines Ernährungsberaters muß ich halt erst noch die richtige Mischung finden.

Die Startparameter sind ein 1.74m großes Hippo mit 114cm Ranzen-Umfang und 105kg Lebendgewicht. Zielparameter sin 1.74m Hippo mit Ranzen-Umfang von keine Ahnung und 70kg Lebendgewicht. Das erste Zwischenziel ist, daß dieser verdammte Beckenriemen irgendwann um mich herumpassen soll, möglichst noch diesen Sommer!

Gestern gab's 'ne neue Bestzeit auf der 9km-Route. 2 Stunden 14 Minuten mit 10 minütiger Pause und einigen Stops zum Bilder schießen. (siehe unten)


Start der Route entlang der Haslach. Die Halbzeitmarke der 9km-Runde liegt nahe der Quelle. Alle drei Routen (leicht 3km, mittel 9km, schwer 10km) haben den ersten und letzten Kilometer gemeinsam.


Die mittlere Route ist im Grunde genommen die leichte Route, an die eine 6km "Ehrenrunde" drangetackert wurde. Daruch ist das Ding eine große Acht. Auf dem Hinweg gehts hier nach rechts weg und man krabbelt den rechts sichtbaren Hügel auf 970m hinauf - allerdings befindet man sich hier schon auf ca. 880m, es ist also nicht dramatisch. Auf dem Rückweg gehts gerade aus. Der Hügel den man im Hintergrund sieht, ist der höchste Punkt der schweren Route.


Ca. Kilometer 4. Rechts ist ein Tümpel, der sich Ursee schimpft. Im Hintergrund schemenhaft zu erkennen ist die zweite Hälfte der "Ehrenrunde".


Ca. Kilometer 6. Rechts sieht man den Hügel, von dem das vorige Photo geschossen wurde. Der komische Schuppen gehört zu einem Anwesen namens "Mösle-Hof". Nicht die glücklichste Wahl eines Namens


Das ist kein Schweinkram sondern einer der diversen Brunnen entlang der Strecke. Der umgelegte Baumstamm ist ausgehöhlt und aus dem "Wasserhahn" sprudelt eiskaltes Quellwasser. Der kleine Pfad links neben dem Brunnen gehört zur "schwarzen Route", die sich hier von der leichten und mittleren Route trennt. Genau hier beginnt auf der schweren Route ein drei Kilometer langer Anstieg hinauf auf 1040m.

Soweit mal einige Eindrücke ausm Schawarzwald. Heute gibts die Runde nochmal und zwar ohne Pause. Mal sehen, ob ich die 2 Stunden heute knacken kann. Morgen gehts dann auf einer 13km Runde auf den Hochfirst (1190m)

Cheers, sagt der dicke Nilpferd
Stichworte: fett, hippo, schwarzwald, wandern Stichworte bearbeiten
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Mein Langweiliges Ich

Kommentare

  1. Avatar von Falko
    Da wünsche ich dir viel Erfolg dabei und übertreibe es nicht. (gerade am Anfang)
  2. Avatar von RennPanda


    Bist ja wirklich in meiner Nähe, nur laufen würde ich den Weg von dir zu mir trotzdem nicht Dir auf jeden Fall schon mal viel Glück bei deinem Ziel.
  3. Avatar von Didi
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    Sollen wir Dich im Sommer einfangen? Dann steigst auf's Rad und fährst mit nach Sölden ... mit Garantie -20 kg liefere ich Dich dann 1 Woche wieder ab

    Viel Erfolg bei Deiner Tortour
  4. Avatar von dschoene
    Zitat Zitat von Didi
    .
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    Sollen wir Dich im Sommer einfangen? Dann steigst auf's Rad und fährst mit nach Sölden ... mit Garantie -20 kg liefere ich Dich dann 1 Woche wieder ab

    Viel Erfolg bei Deiner Tortour
    Hast Du überhaupt 'n Fahrrad, daß so'n überdimensioniertes Trum wie mich überhaupt trägt?
  5. Avatar von Didi
    Da mach Dich mal nicht selber nieder, auf Malle hatten wir einen der hatte Deine Ausuferungen nebst Grösse, der hatte ein Stinknormales Bike. 105 lächerliche Kilo sind auch gerade mal 10 von meinem ( OK alles Fettfrei ) Gewicht entfernt, somit steht Deiner (Tor)Tour nichts mehr im Wege

    BTW: Der Kollege auf Malle hat bis Dato über 10 kg abgenommen ohne zu Hungern und der Sack hat auch noch unglaubliche Schnellkraft gewonnen, das mir hören und sehen vergeht

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