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dschoene

Der Dicke Nilpferd dreht leer: Kernschmelze in Enstone in 3...2...1

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Team Lotus geht mir langsam verschärft auf die Klunkern. Sie waren zwar das einzige Team, daß in der zweiten Hälfte der Saison 2013 auch nur ansatzweise mit Red Bull mithalten konnten, sind aber aus völlig anderen Gründen in den Schlagzeilen. Erstmal haben sie ein Geschäftsgebahren, mit dem man in den dunkleren Ecken Palermo's nicht zwingend auffallen würde und zweitens ist ihr Geschäftsmodell so stabil und zunkunftsträchtig, wie die Planwirtschaft in Nordkorea.

Dinge, wie Aktien kaufen oder anderweitig an der Börse zu spekulieren kommen bei mir nicht in die Tüte, denn das halte ich für asozial. Jeder Cent, den man an der Börse verdient, muss erstmal einer verloren haben, denn an der Wall Street werden ja keine Werte oder Güter geschaffen. Die Börsen dieser Welt sind eigentlich nur die dunklen Ecken, in denen sich Menschen versammeln, um sich gegenseitig zu beklauen. Aber selbst so eine erzkonservative Butze wie der dicke Nilpferd konnte erkennen, daß die hinter Lotus stehende Kapitalgesellschaft Genii nicht wirklich auf allen Töppen läuft. Immerhin sind das die Leute, die in eine Zukunfts-Technologie, wie Polaroid investiert haben und ein "Barzahlungsangebot" für Saab abgeben wollten!

Die stolzen Absolventen der Wladimir-Iljitsch-Lenin-Schule für angewandte Geldverbrennung haben dadurch gesorgt, daß das Team, das in seinen frühen Tagen als Toleman einem gewissen Ayrton Senna den ersten Job in der F1 gab, am Abgrund steht. Aber Lopez verspricht, daß man sehr bald einen Schritt nach vorn machen kann. Vieler der hart arbeitenden Belegschaft in Enstone hatten nicht unbedingt die besten Aussichten auf besinnliche Weihnachten, bis Lopez und Co dann fünf Minuten vor nackich die Sofaritze saubergepuhlt und doch noch ein paar Klimperlinge gefunden haben, um die seit Wochen ausstehenden Löhne zu zahlen.

Eine ganze Reihe eben jener Belegschaft arbeitet jetzt nicht mehr in Enstone. Etliche den technischen Personals sind zu Teams abgewandert, die mit Geld umgehen können und ca. 80 der "Fußsoldaten" sind gegangen oder gegangen worden.

Auf der Meldeliste der FIA erscheint Lotus mit zwei Sternchen, was soviel bedeutet, wie: Die sind nicht wirklich dabei. Nach dem aktuellen Stand der Dinge ist Lotus nicht berechtigt, an der F1 Saison 2014 teilzunehmen. Es ist auch nicht unbedingt so, als könnten sie, wenn sie wollten. Als einziges Team hat Lotus noch immer keinen Motorenpartner. Lopez, Lux und Co. sintzen wahrscheinlich daheim und versuchen zu begreifen, warum Renault die Dinger nicht rausrückt, obwohl sie doch ganz dolle fest versprochen haben, die Dinger am St. Nimmerleinstag zu bezahlen. In einem Interview mit Auto Motor & Sport behauptet Lopez, dass man immer noch mit Renault verhandelt, weil man bessere Konditionen wünsche als die anderen Renault-Teams.

Tief durchatmen... 3... 2... 1...

WEM? Habt ihr Business-Brunzen komplett einen an der Waffel? Was zum Henker habt ihr die Tage geraucht? Wenn's legal ist, dann lasst mal was von dem Dreck rüberwachsen. Ich bezahls auch, echt, irgenwann, versprochen. Die anderen Renault-Teams haben's hinbekommen, ihre Motoren in 2013 auch zu bezahlen, nur damit ihr klar seht und nicht friert. Wenn überhaupt, solltet ihr den räudigsten Vertrag kriegen, wo gibt: Kein Motor ohne Schotter. Kohle her, oder ihr könnt eure Möhre um die Kursch schieben.

Aber jeder, der nicht regelmäßig durch die Stadt rennt und Schaufenster ableckt, weiß, daß Lopez & Co lügen, ohne rot zu werden. Lotus hat zwei Sternchen in der Meldeliste, weil sie die 2 Mille Startgebühr noch nicht bezahlt haben und jeder weiß, daß sie nicht zum Test in Jerez erscheinen, weil sie schlichtweg keinen Motor haben, den sie ihrer Karre auf den Bürzel nageln könnten. Das Team hat derzeit 144 Millionen Tacken an Schulden. Für jedes seriös geführte Unternehmen wär da schon lange alle mit'n Gas.

Echt, Lotus, bringt euren Laden in Ordnung oder pisst euch ver. Das letzte Team das so dermassen chaotisch daher kam hiess Andrea Moda! Das einzig Gute am Untergang von Lotus wäre, daß wir endlich Pastor maldonado loswären.

Anhang 173730
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